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17.12.2012

FORUM: Hedging von Risiken in der Logistik

Der Diesel-Floater ist nicht alles!

Donnerstag, 21. Februar 2013 von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr, Forum I, Halle 1
Simultanübersetzung Deutsch/Englisch

Moderation: Prof. Dr. Armin F. Schwolgin, Studiengangsleiter BWL-Spedition, Transport und Logistik (Bachelor); wissenschaftlicher Leiter Logistikmanagement (Master) Duale Hochschule Lörrach

Im Gegensatz zur klassischen Theorie müssen in der Praxis laufend Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden. Steigende und stark schwankende Treibstoffpreise, Frachtraten, Wechselkurse und Zinsen stellen für Logistiker große Herausforderungen dar. Deshalb widmet sich ein spezielles Forum auf der LogiMAT 2013 in Stuttgart diesen wichtigen Themen.

Entscheidungen unter Unsicherheit
Jeder zweite Mittelständler hat seine Währungs- und Zinsrisiken nicht im Griff. Nur gut 20% der Unternehmen wollen ihre Dieselpreise absichern. Bei den Seefrachtraten sind es noch weniger. Um die wirtschaftlichen Risiken besser zu managen, sollten Spediteure und Transportunternehmen von den existierenden Möglichkeiten der Absicherung gegen Währungs- und Zinsrisiken sowie Risiken aus Rohstoffpreis- und Frachtpreisschwankungen aktiver Gebrauch machen. Dazu gehören verschiedene Formen der Derivate. Der Dieselfloater ist nur eine Variante, die zudem den Nachteil hat, dass sie mit den Kunden verhandelt werden muss.

Zur Absicherung braucht es auch Spekulanten
Die Ursachen für das unzureichende Hedging verschiedener Risiken von Logistikdienstleistern liegen oftmals in einem geringen Wissen über die Möglichkeiten, die der Einsatz von Derivativen bieten kann. Der Begriff der Derivate bezieht sich auf Finanzinstrumente, deren Preis / Kurs von einem ihnen jeweilig zugrunde liegenden Gegenstand als Basiswert abgeleitet wird. Derivate können sowohl zur Absicherung von Risiken (Hedging) oder zur Spekulation genutzt werden. Hedger setzen Derivate ein, um ihr Risiko zu managen und sich dagegen abzusichern, dass “der Markt gegen sie arbeitet”. Spekulanten “take a view”, d.h. sie schließen eine Wette auf die Entwicklung des Marktes ab, um Gewinn zu erzielen. Die Verteufelung dieser Instrumente in der öffentlichen Diskussion ist wenig hilfreich. Es braucht eben beide Seiten. Den Spediteuren und Logistikdienstleistern ist jedoch anzuraten, Derivative nur zur Absicherung von Risiken zu nutzen und die Rolle der Spekulanten anderen zu überlassen.

Welche weiteren Antworten es auf steigende Dieselpreise, schwankende Zinsen, Wechselkurse und Frachtraten gibt, soll im Forum „Hedging von Risiken in der Logistik“ auf der LogiMAT 2013 diskutiert werden.

Kontakt für Rückfragen:
Prof. Dr. Armin F. Schwolgin
Studiengangsleiter BWL-Spedition, Transport und Logistik (Bachelor);
wissenschaftlicher Leiter Logistikmanagement (Master)
Duale Hochschule Lörrach
schwolgin@dhbw-loerrach.de

Hinweis:
Für den redaktionellen Inhalt dieser Meldung ist das Unternehmen bzw. Institut verantwortlich, das dieses Forum veranstaltet.
 

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